Da steht man neulich im Fahrstuhl und wird gefragt, ob man denn ohne Smartphone nicht leben kann. Der Fahrstuhl ist voll. Man will sich nicht zum Idioten machen und stammelt etwas von “Nein”, “Digitale Amputation” und “Kommunikation ist Alles”, merkt dabei aber nicht, dass man so erst recht als Idiot abgestempelt wird. Das Problem besteht darin, dass das Smartphone eine Blackbox im visuellen Abbild des realen Lebens ist. Niemand weiß so richtig, was man gerade macht. Theoretisch könnte ich einen total uninteressanten Post über mein Mittagessen in die Welt schicken, theoretisch könnte ich mir aber auch Hardcore-Pornos reinziehen oder eine lustige Furzgeräusche-App laden. Daher jetzt hier exklusiv die Aufstellung der wichtigsten Dienste, die ich auf meinem Handy und auch nebenher nutze.
Quasi ein Muss, der keiner weiteren Erklärung bedarf. Kontakt halten mit Leuten, die man wirklich kennt. Schauen, was bei den Leuten passiert die man kennt. Fotos anschauen. Teilhaben am direkten Leben der 25% die auch mal was darüber posten. Zwischendurch Katzenfotos. Zudem ist Facebook hier auf diesem Blog immer noch einer der Top-Trafficbringer.
Foursquare
Ein Location-based Service der gerade ein Relaunch erfahren hat. Anzeigen, wo man gerade ist und was man theoretisch gerade macht. Relativ privat, aber mit der Option meine Position zu Facebook oder Twitter zu pushen. Selten greift jemand darauf zu, aber man kann mich relativ schnell finden, wenn man es denn will.
Bedarf im Grunde auch keiner Erklärung. Jeder müsste es kennen. Schnell mal was zum Lachen finden, interessante Lins oder mal ein schneller Aufreger über die BVG. Immer wieder einen Blick wert.
Sehr schön Foto-App, die es seit einiger Zeit endlich für Android gibt. Auch wenn sie jetzt von Facebook übernommen wurde, ist es für mich immer noch die beste Fotocommunity mit den besten Filtern. Habe auch direkt die Möglichkeit Fotos zu Facebook, Twitter, Tumblr oder Foursquare zu pushen.
Google+
Irgendwie ein Muss, auch wenn noch nicht so viele Leute dabei sind. Im Grunde trifft man da die selben Nasen wie bei Twitter, nur haben sie hier die Möglichkeit ein wenig ausführlicher zu schreiben. Nicht unbedingt ein Vorteil. Bin gespannt, wie sich das Netzwerk weiter entwickelt. Benutze es selber um Links zu posten und ein paar Kommentare dazu abzulassen. Insbesonders wenn ich der Meinung bin, dass es bei Facebook niemanden interessiert und Twitter mir zu wenig Platz bietet.
Miso
Kommen wir zu den Exoten. Das hier ist das Social Network für den Fernseh Junkie. Einchecken bei den jeweiligen Sendungen, die man gerade schaut mit direkter Möglichkeit es zu Twitter oder Facebook zu pushen. Ist auch eine schöne Möglichkeit um im Kopf zu behalten, bei welcher Episode bei Serien man gerade stehen geblieben ist.
Foodspotting
Die nächste Fotocommunity, die allerdings sich tatsächlich nur auf´s Essen bezieht. Bin da gerade ein wenig am Probieren. Auch noch nicht so viele aktive Mitglieder in Deutschland. Im Grunde ein spezialisiertes Instagram ohne Filter.
Und dann gibt es da noch die Produktivitäts- und Spiele-Apps, aber das ist ein Kapitel für sich und kommt hier sicherlich auch noch irgendwann vor. Zu Zeit läuft alles auf einem Samsung Google Nexus S und im Grunde wird auch alles Neue auf dem Markt ausprobiert. Das Smartphone ist ständig in Aktion.
Und ihr so?
Update: Daniel Rehn nutzt das Ganze hier und veranstaltet zu dem Thema eine Blogparade.

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Yeah! Danke für die Ergänzung im Beitrag
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