Fussball Route Berlin

Wenn im Prenzlauer Berg die Gäste-Futons zurecht gemacht werden, kann das nur eins bedeuten: Die schwäbische Verwandtschaft kommt zum langweiligsten DFB-Pokalfinale aller Zeiten zu Besuch. Bayern München gegen VfB Stuttgart.

Der geschichtsinteressierte Fußballfan, der seinen Tag nicht im familienfreundlichen Ökocafe oder im Hofbräuhaus verbringen möchten, kann jetzt dank ”Fussball Route Berlin eine schöne Fahrrad-Tour machen. Es gibt insgesamt drei Routen, wobei bisher nur eine aktiv ist. Alle Touren starten am Brandenburger Tor. Man kommt an Orten wie dem Herberger-Wohnhaus, dem Athletik-Sportplatz oder dem Mommsenstadion vorbei und endet nach guten zehn Kilometern letztendlich am Olympiastadion. Der Schwerpunkt dieser Tour liegt eindeutig auf der Zeit des Nationalsozialismus und der Weimarer Republik. Die anderen Routen werden uns später noch in den Ostteil der Stadt bringen.

Jetzt muss ich mir nur noch ein Fahrrad besorgen und hoffen, dass sich wenigstens noch ein paar Mal die Sonne in diesem Berliner Sommer zeigt.

Mommsen-Stadion
“Mommsen-Stadion” Foto unter CC-Lizenz von Flickr-User doktor_skepsis.

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Zensus 2011 visualisiert

Die Leute von OpenDataCity, die bereits schon diese coole Visualisierung zum WLAN der re:publica produziert haben, haben jetzt angefangen die Daten der Volkszählung von 2011 zu verarbeiten. Heraus kommt eine interaktive Karte, wo man nach und nach alle einzelnen Punkte des Zensus zu sehen bekommt. Das ganze läuft in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Auf netzpolitik.org gibt es noch ein kleines Interview mit den Machern und ansonsten kann man das komplette Projekt auf zensuskarte.de finden.

BurgerBenchmarking #13 Hamburger Heaven

Und auf einmal schießt ein Gedanke durch deinen Kopf. Du versuchst ihn zu greifen, aber es gelingt nicht. Der Gedanke wehrt sich gegen die Gefangenschaft. Er möchte frei sein. Der Gedanke schwebt davon und du kannst ihm nur hinterher schauen. Er wäre sicherlich hilfreich gewesen. Du winkst ihm aus der Ferne zu, als du aus den Augenwinkeln einen neuen Gedanken siehst. Das Spiel beginnt von vorne.

Du merkst, du bist unkonzentriert, höchstwahrscheinlich weil du Hunger hast. So erging es mir gestern und da gleichzeitig noch Markttag am Maybachufer war, bin ich halt im Hamburger Heaven gelandet.

Kommen wir zu den Fakten:

Im Hamburger Heaven wird der klassische Stil gepflegt. Ein Brötchen, Fleisch, Salat, Zwiebeln, eingelegte Gurke, Tomate und eine Scheibe Käse. Dazu auch ganz klassisch Ketchup und Mayonnaise. Das alles aber mit einem großen Qualitätsanspruch. So sind alle Saucen selbstgemacht. Auch die Brötchen wurden mit einem Bäcker extra für das Hamburger Heaven konzeptioniert. Die Pommes sind frisch geschnitzt und im frischen Sonnenblumenöl frittiert. Das alles kann man raus schmecken und in der Kombination schmeckt es richtig lecker. Zwei kleine Mankos gab es dann allerdings doch: Beim Salat könnte man ein wenig kreativer sein und das Fleisch war mir ein klein wenig zu sehr durch gebraten. Es war immer noch saftig und schmeckte grandios, aber ich würde gerne gefragt werden, wie ich meinen Burger denn so möchte. Das Hamburger Heaven kommt trotzdem auf einen Punktestand von 9 Burger-Punkten. Definitiv eine der besseren Adressen in Berlin beim BurgerBenchmarking.

Ob andere Leute auch eine Meinung haben, sagt uns der Social-Media-Check:

  • Foursquare: 485 Check-Ins von insgesamt 282 Leuten. Es gibt 17 Tipps, davon größtenteils alle positiv. Ein Typ hat mal ein Haar in seinem Burger gefunden. Das Hamburger Heaven taucht auf 60 Listen auf.
  • Twitter: Die Suche nach Hamburger Heaven ist eher problematisch, die Filterung bei tausenden Lokalen mit gleichen Namen auf diesem Planeten gibt leider keinerlei Informationen preis.
  • Facebook: Vom Betreiber gepflegte Facebook Seite mit insgesamt 327 Likes und 6 Leuten die darüber sprechen. 365 Check-Ins. Die Kommentare der Kunden auf der Seite sind auch zum Großteil positiv.
  • Qype: Durchschnittlich 4 von 5 Sternen bei 51 Beiträgen.
  • Homepage: Gibt es. Ist designtechnisch zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, bietet aber am Ende alle wichtigen Infos und eine Speisekarte mit Preisen.

Prinz Pi | Kompass ohne Norden

Habe heute zum ersten Mal das neue Album von Prinz Pi gehört. Irgendwie kam ich vorher nicht dazu. Und dieses Lied hier ist das was mich seit langer Zeit im deutschen Hip Hop wieder angesprochen hat. Nach langer Zeit etwas mit dem ich mich identifizieren kann. Ein Lied welches Erlebtes wiederspiegelt. Danke, Prinz Pi.

Zwischenfazit re:publica 2013

Zwei Tage #rp13 sind jetzt vorbei. Es wird also Zeit für ein kleines Zwischenfazit, bevor ich mich in den dritten Tag stürze. Organisationstechnisch ist alles super und ich habe noch nie so ein hervorragend ausbalanciertes WLAN gesehen. Es läuft einfach stabil und mehr will man ja nicht.

Erschreckend sind Sessions wie Algorithmen-Ethik, wo anscheinend man erst gerade zu der neuen Erkenntnis gekommen ist, dass Google ja personalisiert und man Daten aus Algorithmen auch mal hinterfragen sollte. Ein ganzer Saal voller “Internet-Menschen” schaut dabei fasziniert zu. Hätte ihnen gerne erklärt, dass die Hinterfragung von Daten jetzt nicht der ganz neue, heiße Scheiß ist, sondern schon im 18ten Jahrhundert mit der Aufklärung seine Peergroups fand.

Erfreulich dagegen ist es einem Gunther Dueck zu lauschen, der zum metakulturellen Diskurs aufruft. Und bevor ich diesen Vortrag hier jetzt kaputt rede, solltet Ihr ihn lieber selber schauen:

Ein weiteres Highlight war die Diskussion über Grundlagenforschung mit Forschern des LHC, welche mit jeder Menge Tech-Porn geschmückt war. Auch hier begeisterte das Publikum teilweise mit <ironie> super kompetenten </ironie> Fragen wie : “Hey, benutzt ihr privat eigentlich Social Media?”.

Und dann gab es da noch die Gammelblogger, den Community-Stammtisch, Freibier und interessante Gespräche.

Tutorial: Integrierung von Google Rich Snippets in WordPress

Wer sich schon immer gefragt hat, wie man es denn schafft, dass Google bei der Suchanzeige auch das richtige Gesicht zum Artikel zuordnet, dem kann jetzt geholfen werden. Krankheitsbedingt und ans Sofa gebunden konnte ich zwischendurch immer mal wieder ein wenig rumspielen. Das Ergebnis sieht wie folgt bei Google aus.

Um so einen Rich Snippet zu bekommen sind zwingend notwendig ein Google+ Account und selbstverständlich die Admin-Rechte des WordPress-Blogs. Wenn ihr nun direkt auf euer Google+ Profil geht und euch die URL anschaut, dann steht da mittendrin eine Nummer ( https://plus.google.com/u/0/115025126917095399503/posts ). Das ist eure individuelle Profilnummer und wird später noch gebraucht.

Gleichzeitig müsst ihr bei Google+ in eurem Profil eintragen bei welcher Seite ihr mitarbeitet. Das ist wichtig, damit Google später die Synchronisierung zwischen Google+ und der Page herstellen kann. Unten seht ihr als Beispiel meinen Profileintrag.

 

 

 

 

Kommen wir nun zu den eigentlichen Arbeiten bei WordPress. Dazu gehen wir in den Editor und in die Header.php. Hier genügt es im Head einfach folgende Zeile einzufügen:

<link rel="author"
href="https://plus.google.com/115025126917095399503/posts" />

Die Nummer habt ihr selbstverständlich durch eure Profilnummer ersetzt. Testen kann man es dann bei den Google Webmaster Tools. Meistens braucht es aber noch ein paar Stunden bis Google mal wieder eure Seite indiziert hat und alles zu Verfügung steht. Im Grunde also eine ganz einfache Geschichte, die eure Seite bei den Suchergebnissen aber ein wenig besser aussehen lässt. Habt ihr noch Fragen?